GMDSS-Teilnahme an Bord der Hot Water
Das Global Maritime Distress and Safety System (GMDSS) ist eine Zusammenfassung von technischen Einrichtungen, Dienststellen und Regeln zur weltweiten Hilfe bei Seenotfällen und zur Sicherung der Schifffahrt. Das GMDSS wurde im Rahmen des International Convention for the Safety of Life at Sea (SOLAS), dem internationalen Abkommen über die Sicherheit des Lebens auf See), eingerichtet. Das GMDSS besteht aus folgenden Bestandteilen:
See- und Küstenfunkstellen, die in der Lage sind, mittels Seefunk und Digital Selective Calling (DSC) einen Notruf auszusenden und zu empfangen.Im UKW-Bereich dient der Kanal 16 (156,8 MHz) speziell der Verbreitung von Not- (Distress, eingeleitet mit 3 x MAYDAY), Dringlichkeits- (Urgency, eingeleitet mit 3 x PANPAN) und Sicherheitsmeldungen (Safety, eingeleitet mit 3 x SECURITE). Auch der Notverkehr im Anschluss an die Notmeldung wird vorwiegend auf diesem Kanal abgewickelt. Überdies dient der Kanal 16 noch als Anrufkanal zum Herstellen einer sonstigen Funkverbindung. Zur weiteren Abwicklung dieses Funkverkehrs muss anschließend auf einen sogenannten Arbeitskanal gewechselt werden, falls es sich nicht um Notverkehr handelt.
Radar-Transpondern (SART, Abk. für Search and Rescue Radar Transponder), die ein charakteristisches Signal aussenden wenn sie ein Radarstrahl trifft und somit die Ortung erleichtern.
EPIRBs (Abk. für Emergency Position Indicating Radio Beacon, dt.: Notposition markierendes Funkfeuer), das sind aktiv sendende Bojen, die an Satelliten (COSPAS/SARSAT) oder über DSC im terrestrischen Bereich ein Notsignal oder ein Notsignal samt Positionsdaten liefen.
COSPAS/SARSAT polumlaufende und geostationäre Satelliten zum Empfang von Notmeldungen.
InMarSat geostationäre Satelliten zur Kommunikation,
Bodenstationen und Schiffsstationen für die Satellitensysteme und
Notfallskoordinierungsstellen (RCC, Rescue Coordination Centers) sowie
NAVTEX (Abk. für Navigational Warnings by Telex), ein Funkfernschreibsystem, mit dem Notmeldungen, Warnungen und sonstige nautische Informationen für einzelne Seebereiche verbreitet werden.Bis Februar 2005 war der UKW-Kanal 16 von der Berufsschiffahrt dauernd abzuhören (Hörwache). Seitdem ist die Hörwache auf UKW-Kanal nur noch empfohlen und nicht mehr verpflichtend. Dafür muss aber elektronische Funkwache (automatisiertes Abhören) auf Kanal 70 (siehe DSC) gehalten werden.
Die Nachrichtenübermittlung erfolgt zumeist mittels Sprechfunk oder Telex. Im Sprechfunk wird bevorzugt Englisch oder die jeweilige Landessprache verwendet. Zur Überwindung von Sprachbarrieren können fixe Kürzel verwendet werden:
Für die Verbreitung von Sicherheitsinformationen (Maritime Safty Information) wird das NAVTEX-System verwendet.
Daten zum Teil aus: Wikipedia.org
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